Pressemitteilung

vom 10.09.2026

Tag der Wohnungslosen, 11.09.2026 – Wohnungen statt Beteiligungsfeiern und Almosen

Wir, das Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen, halten eine Kundgebung am

„Tag der Wohnungslosen“, dem 11. September, ab 9:30 Uhr

gegenüber der Melanchthonkirche

(Planufer 84, 10967 Berlin-Kreuzberg)

um daran zu erinnern, dass Menschen, die kein eigenes Zuhause haben, immer wieder ausgeschlossen sind:

Während in der Melanchthonkirche die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) dem Bundespräsidenten, der Berliner Sozialsenatorin und Politiker aus dem Bundestag Raum für Ansprachen und einen großen politischen Talk gibt, bleiben Menschen ohne eigenes Zuhause außen vor, wenn sie keinen Ausweis haben, einen Hund besitzen, zu viele Taschen haben, suchtkrank sind oder irgendein anderes Ausschlusskriterium erfüllen.

Wir wollen gegenüber dem Veranstaltungsort der BAG W einen Raum schaffen für Gedenken, Widerspruch und unabhängige Selbstvertretung. Wir wollen an die Menschen erinnern, die durch Zwangsräumungen, Ämterversagen, Illegalisierung, Behördenwillkür, Gewalt, Kälte, Hitze und fehlenden Wohnraum ihr Leben verloren haben.

Wir stehen deshalb auf der Straße, weil es für viele Menschen ohne Wohnung am Tag der Wohnungslosen nichts zu feiern gibt. Stattdessen stellen wir folgende grundlegende Forderungen:

  • Wohnungen statt zwangsgemeinschaftliche fremdbestimmte Massennotunterkünfte ohne Privatsphäre
  • Zivile Beschlagnahmung von spekulativem, jahrelangem Leerstand als Amtshilfe anerkennen und entkriminalisieren.
  • Selbstbestimmung statt Gängelung, Ausschluss und Helfergewalt.
  • Unabhängige Selbstvertretung statt Almosen und Beteiligungsfeiern.

Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen
https://bundnisgegenobdachlosigkeit.wordpress.com/

Medienkontakt: 
Nicole Lindner +49 176 824 252 88
Stefan Schneider +49 177 784 73 37

Solidarische Hinweise

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